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Donnerstag, 19. Oktober 2017 - 20:00 Uhr

ECHT: Akkordeon | Siggi Haider


Kartenreservierung zum Vorverkaufspreis nur über www.kunstbox.at

 

Vorverkauf bei RAIBA Seekirchen: 18,-- Euro;

Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 10,-- Euro

Ö1-Clubmitglieder: minus 10%

S-Pass: minus 2,-- Euro

 

Abendkassa: 20,-- Euro

Ermäßigung (Studenten mit Ausweis): 12,-- Euro

Ö1-Clubmitglieder: minus 10%

S-Pass: minus 2,-- Euro

 

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ECHT | Festival für Neue Volksmusik

Akkordeon | Siggi Haider

 

Sucht man auf Wikipedia nach dem Begriff „Neue Volksmusik“, so wird einem mehr oder minder plausibel erklärt, dass es sich bei diesem Musik-Genre um den Versuch handle, Elemente der Volksmusik in neue Kontexte zu setzen und mit Jazz, Folk, Hip-Hop, Rock und anderen Stilen zu verbinden. Dieses Genre sei ein Subgenre des Genres Weltmusik und stelle eine Form des „Crossover“ dar. Darüber hinaus wird angemerkt, dass in den Programmen diverser Musikfestivals für „Neue Volksmusik“ oft die gesamte Bandbreite von traditioneller Volksmusik über Folk bis zur Weltmusik zu finden sei.

 

Im geschichtlichen Abschnitt unter „frühe,  aus dem südlichen deutschen Sprachraum kommende Wegbereiter der Neuen Volksmusik“ findet man an oberster Stelle den Tiroler Komponisten Werner Pirchner.

 

Und hier beginnt diese (meine) Geschichte...

 

Als ich 1982 zum ersten Mal die Musik von W.P. bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs in Tirol zu „Stigma“ von Felix Mitterer interpretierte, war mir klar,  dass sich für das meiste, das ich mir akkordeontechnisch bis dahin zum größten Teil autodidaktisch angeeignet hatte nun – endlich –  eine Möglichkeit zur Entfaltung bot.

 

Neben Ländlern, die sich überkugelnd quer durch den Quintenzirkel schwangen, um dann doch wieder in der Anfangstonart zu landen und „Kloanhäuslertänzen“ mit aberwitzigen Taktwechseln entlockten Choräle von schlicht ergreifender Schönheit den Zuschauern im Theater so manche Träne...

 

In manchen Kritiken war dann zu lesen von einer „anderen“ Volksmusik, von „schräger“ VM, vom Begriff „Neue VM“ war damals noch keine Rede. Wie auch ?

Bis eine Musik sozusagen geadelt und in den Stand der Volksmusik erhoben wird, kann es doch mitunter Jahrhunderte dauern.

Die Reaktionen der Zuhörer  jedenfalls waren damals eindeutig:

Während die „Puristen“ sich entrüstet ob des schamlosen Aufbrechens der tradierten 1-4-5-Harmonik durchaus erzürnten, waren die „Hellhörigen und Suchenden“ über diesen frechen und revolutionären Akt  geradezu verzückt.

 

Die Musik von W.P. spricht mir aus der Seele und hat mir damals nach mehreren Jahren des Tanzmusikerdaseins wieder Mut gemacht, Neues auszuprobieren und Eigenes zu entdecken.

 

Und diese Pirchner-Musik wird auch der Ausgangspunkt sein, von dem aus wir die musikalische Reise im Emailwerk beginnen werden, ohne genau zu wissen, wohin es uns treibt oder gar verschlägt...

Ob es sich dabei um Neue Volksmusik handeln wird sei dahingestellt und ist auch nicht weiter wichtig. Schließlich geht es ja, wie oben schon erwähnt und bei Wikipedia nachzulesen, einzig um den Versuch, Elemente der Volksmusik – und die werden in fast jedem unserer Stücke zu finden sein – in neue Kontexte zu setzen und mit anderen Stilen zu verbinden ...

Erwarten Sie nix, aber rechnen Sie mit Vielem!

 

Mit dabei: meine Tochter Juliana mit Alt- und Sopransaxophon, Stimme und Looper

 

was uns verbindet:

Spielfreude und eine unbändige Lust, bestehende Formen aufzubrechen und aus dem Augenblick zu musizieren...

 

im Gepäck:   

   meine erste (Kinder) Ziachorgel  - 8 Bässe

   die „Unverwüstliche“ Hohner Concerto III

   die Original-Ziachorgel von Werner Pirchner (Einzelstück von Mengaschini)

   „meine“ Bugari Armando (Championcassotto)

    und ein MIDI-Akkordeon namens ROLAND

 

... jede(s) wird ihre eigene persönliche Geschichte erzählen

 

***

 

zum Thema: AKKORDEON

 

Es heißt zwar: DAS Akkordeon   -  aber wer spielt schon gern mit einem Instrument sächlichen Geschlechts...!

in der Praxis ist das Akkordeon doch immer weiblich !

nämlich: DIE Bugari, DIE Ziachorgel, DIE Wanzenpresse (Begriff von W.P. für Ziachorgel – hat historische Gründe...)

 

das MIDI-Akkordeon hat da schon (s)ein Problem:

im ersten Moment würde man ja glauben, es handle sich um die Midi (Abkürzung für Mariedl...) – aber nein: es heißt wirklich ROLAND !!

Und ER (der Roland) ist DAS Chamäleon unter den Akkordeons – es kann sich blitzschnell in ein Irisches, eine Französische, ein russisches Bajan und sogar in ein Bandoneon u.v.m. verwandeln, ohne auch nur eines davon „in echt“ zu sein.

irgendwie schon arm, oder ?  

 

Links:

https://www.col-legno.com/de/kuenstler/akkosax          

https://www.youtube.com/watch?v=DasP1_1rMP0        

 

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Vom 19.10.2017 bis zum 21.10.2017 im Emailwerk Seekirchen

 

ECHT: Fünf Jahre Festival für zeitgenössische Volksmusik

Quetschn! Wenn Luft Töne macht

 

Mit einem instrumentalen Schwerpunkt setzt das Festival ECHT 2017 ein ausführliches Spotlight auf die Faszination und Vielfalt der Handzuginstrumente. An drei Tagen stehen drei Konzerte auf dem Programm: Tastenharmonika, Bandoneon und Steirische Harmonika. Drei Meister ihres Faches lassen hören, wozu ihr Seelenistrument imstande ist. Fein. Leise. Analog.

 

Historisch ist die Steirische Harmonika (also das wechseltönige, diatonische Instrument) die „Ur-Form“ der Handzuginstrumente). ISie gibt es schon seit 1850. In den folgenden Jahrzehnten folgten die Weiterentwicklungen zum Bandoneon (vom deutschen Instrumentenbauer Heinrich Band) und zum Akkordeon, das zuerst als Knopf-, später auch als Tastenakkordeon auf den Markt kam. Beide Varianten sind im Gegensatz zur Steirischen Harmonika aber chromatisch und gleichtönig. Die Steirische hat etliche Synonyme: Ziach, Zugin, Harmonie, Ziachorgel, Raunl, Rumpl, Schweineorgel, Wanzenpress, Quetschn, usw.

 

Der ECHT Mastermind und Kurator Alexander Maurer meint: „Ganz besonders freut es mich, dass es heuer zum fünfjährigen Jubiläum unseres Festivals um meine geliebten Handzuginstrumente geht. Aus meiner Perspektive sind diese drei (Bandoneon, Akkordeon, Steirische) auch die wichtigsten Instrumente dieser Gattung. Stilistisch gibt es hier eine tolle Bandbreite. Auf diese Konzerte kann man sich freuen, man muss einfach alle drei sehen und hören!“

 

Den Auftakt macht der Tiroler Siggi Haider auf dem Tasten-Akkordeon. Er ist Akkordeonist, Sänger, Klangabenteurer und Musikpädagoge.  Er selbst bezeichnet sich als Autodidakt. Solo oder gemeinsam mit Hannes Sprenger in der Formation „AkkoSax“ ist er seit Jahrzehnten einer der gefragtesten und auch überregional erfolgreichsten Theater-Musiker im süddeutschen Sprachraum.

 

Der zweite Konzertabend wird von Daniele di Bonaventura bespielt. Er ist einer der herausragendsten Bandoneonspieler Europas. Er stammt aus dem italienischen Fermo (Marken) lernte zunächst am Piano und Cello, studierte dann Komposition und Orchestrierung. In die Musik mit seinem Bandoneon fließen seine Lust an der Improvisation ebenso ein wie ein großes Spektrum von klassischer bis zeitgenössischer Musik, von Jazz bis Tango, von traditioneller Folklore bis zu Weltmusik. Alleine mit seinem Bandoneon auf der Bühne ist für ihn die intimste und tiefgehendste Form seines musikalischen Ausdrucks.

 

Den Abschluss bestreiten Alexander Maurer & Friends  mit Variationen der Steirischen Harmonika. Der gebürtige Salzburger Alexander Maurer blickt trotz seiner jungen Jahre auf eine beachtliche Karriere zurück. Mit seinen Bands Saitensprung, KultUrig und vor allem in der Formation Faltenradio bespielt er Wirtshausbühnen und Clubs mit gleicher Leidenschaft wie die Konzerthäuser von Wien bis Hamburg. Daneben leitet er eine Klasse für Steirische Harmonika an der Hochschule für Musik und Theater München sowie an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Sein besonderer Zugang zu diesem Instrument ist das leise, klangvolle, geheimnisvolle Musizieren in einem breiten Spektrum – vom Volksmusikalischen zum Zeitgenössischen.

(Leitartikel WerksPost 55)











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