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31.10.14 - 16:07 Uhr

Alles Wald-zer!


Ewald tut nicht, wie alle tun. Er tut gern anders. Als frisch geschlüpfter Apfelbaum findet er es interessanter, ein paar Purzelbäume, als an Ort und Stelle Wurzeln, zu schlagen. Klarerweise geht er dennoch in Frau Nudelholz‘ Baumschule, zusammen mit Waldemar und Waldtraut. (Die Lehrerin hat übrigens eine Holzwurm-Phobie.)

 

Natascha Gundacker und Joachim Berger schaffen mit Ewald eine spielerische Analogie zu den Kindern im Publikum. Ewald hat seinen eigenen Kopf, lernt seinen Schulweg und drückt die Schulbank. Er lernt einige Gestalten kennen, wie zum Beispiel den etwas verkorkten Herrn Morsch, seines Zeichens Hofrat im Ruhestand, die Ewald versichern, dass junge Bäume nicht so einfach durch die Gegend laufen. Gundacker und Berger sorgen jedoch dafür, dass Ewald trotzdem im Unterholz herumturnt. Auch gute Ratschläge bei der Berufswahl (Waldemar möchte einmal ein Buch und Waldtraut ein Christbaum werden) schlägt der holzige Revoluzzer in die Bäume. Ewald wird Tänzer. Auch das Schwammerl in der Klasse hält sich nicht an die Regeln und trägt sich mit dem Gedanken Flugzeugpilot – also Fliegenpilz zu werden.

 

Natascha Gundacker und Joachim Berger haben Ihr Stück „Ein Baum geht durch den Wald“ liebevoll mit unzähligen bäumeligen und holzigen Wortspielen vollgepackt. Den Kindern gefällt‘s. Richtig laut wird es dann, wenn eine allseits bekannte Kinderfigur in Form des Kasperl die Bühne betritt. Gebannt verfolgen Ewald und die Kinder wie Kasperl einen, auf Omas Silberbesteck spezialisierten Räuber, der sich übrigens selber eine Grube gräbt, einfängt und der Exekutive überstellt. Auch Ewalds Begegnung mit der Baumkronenprinzessin scheint in einer tieferen Verwurzelung zu enden – Baum kann ja nicht ewig durch die Lande ziehen.

 

Die beiden Darsteller haben Ewalds Geschichte mit vielen Figuren verknüpft, für die kleinen Zuschauer gibt es also immer etwas Neues zu beobachten, wofür die sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit bedanken. Auch die abwechslungsreiche Darstellung aus Musik, Figuren, Sprache und Gesang machen Ewalds Geschichte bunt und facettenreich.

Und ein kleiner Aufruf zum Ungehorsam kann ja nicht schaden.

(mw)











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