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11.10.17 - 17:40 Uhr

Sound zum Inhalieren


Wer schon hat, der will nochmal. VOXID ist hochgradig ansteckend. Eine Art vokaler Virus, der sich von Leipzig epidemieartig ausgebreitet hat und dem kein Immunsystem gewachsen scheint. Zum Glück verbreitet VOXID unter den Infizierten „nur“ gute Laune und Hochgefühl, sonst wäre es um unser Gesundheitssystem nicht gut bestellt.

 

Diana Labrenz, Maike Lindemann, Daniel Barke, Friedrich Rau und Gabriel Fuhrmann nennen sich die fünf Erreger, die mit ihrem unverkennbaren, groovigen Sound so lange auf Hammer und Amboss trommeln, bis der Wirtskörper vulgo Zuhörer von Serotonin, Endorphin und anderen -inen geradezu überschwemmt wird.

 

Der VOXID-Sound ist nicht nur hochgradig ansteckend sondern auch hochgradig perfekt und das bezieht sich gleichermaßen auf jedes Bandmitglied. Jeder der begeisterten Zuhörer im Emailwerk erlebte VOXID natürlich auf seine individuelle Weise. Was aber bei jedem Stück zwischen „Edge“ und „Tears“ ein außerordentliches Erlebnis war, ist dieses unnachahmliche Feingefühl, mit denen VOXID ein Arrangement Stück für Stück aus kleinen Teilen aufbaut und zu einem vokalen Gesamtkunstwerk zusammensetzt.

 

Manchmal, wie zum Beispiel bei „I Fade Away“ zieht sich ein fragiles, ja fast transparentes und zugleich sehr kompliziertes Zusammenspiel durch das ganze Stück und VOXID behält trotz der kontemplativen Anmutung die Spannung bis zu letzten Note bei.

Beim gleich darauf folgenden „I feel so good“ berauscht das Quintett das Publikum geradezu mit dem groovigen, fröhlichen Zusammenklang ohne auch nur einen Takt  lang zu verwaschen oder im eigenen Sound unterzugehen. Diese Gegensätze sind der Beweis wahrer Meisterschaft in Stimme, Gefühl und Technik.

 

Apropos Technik. Auch die Frage, ob und wie vieler Technik sich ein Vokalensemble bedienen soll, beantwortet VOXID äußerst eindrucksvoll: Eben gerade so viel, um die Intention des Komponisten oder Arrangeurs zu unterstreichen und mit dem Charakter des Ensembles in Einklang zu bringen, ohne dass auch nur ein Fünkchen der Authentizität der einzelnen Stimme verloren geht. Auch hier kann man vor VOXID samt begleitendem Techniker nur den Hut ziehen – eine geniale Vorstellung.

(mw)











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